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Bow-Tie und Risiko

Barrieren im Bow-Tie verknüpfen

Vorbeugende und mindernde Barrieren an den richtigen Pfad hängen.

Barrieren sind der eigentliche Inhalt einer Bow-Tie-Analyse. Erst ihre Zuordnung zeigt, ob ein Pfad wirklich beherrscht ist — oder ob mehrere Ursachen an derselben einzelnen Vorkehrung hängen.

Für wen

Risikoverantwortliche und Barriereverantwortliche.

Voraussetzungen

Bestehende Bow-Tie mit Ursachen und Folgen

Was eine Barriere leisten muss

  • Wirksam — Sie unterbricht den Pfad tatsächlich, nicht nur auf dem Papier.
  • Unabhängig — Sie funktioniert ohne die anderen Barrieren desselben Pfads.
  • Prüfbar — Ihre Funktion lässt sich in einem definierten Intervall feststellen.
  • Zugeordnet — Es gibt eine Person, die für Bestand und Prüfung verantwortlich ist.

Ein Hinweisschild ist keine Barriere im Sinne dieser Prüfung, solange es keine überprüfbare Wirkung auf den Pfad hat.

Statusanzeige im Diagramm

  • Bestätigt — Prüfung erfolgt, Wirksamkeit bestätigt — die Barriere senkt das Nettorisiko.
  • Prüfung fällig — Intervall läuft ab; die Wirkung bleibt zunächst bestehen.
  • Überfällig — Intervall überschritten — die Barriere wird bei der Nettoberechnung nicht mehr berücksichtigt.
  • Geplant — Noch nicht umgesetzt; sie erscheint gestrichelt und ohne Wirkung.
  • Beeinträchtigt — Eingeschränkt wirksam, mit Begründung und befristeter Ersatzmaßnahme.

Eskalationsfaktoren

  • Typisch sind fehlende Qualifikation, Zeitdruck, Wartungsrückstand und Umgebungsbedingungen.
  • Jeder Eskalationsfaktor erhält eine eigene Gegenmaßnahme, sonst bleibt er ein bekanntes, unbehandeltes Loch.
  • Faktoren, die mehrere Barrieren gleichzeitig schwächen, sind der wichtigste Befund einer Analyse.

Schritt für Schritt

  1. 1

    Pfad wählen

    Klicken Sie auf die Linie zwischen Ursache und Ereignis oder zwischen Ereignis und Folge.

  2. 2

    Barriere einsetzen

    Links wirken vorbeugende Barrieren, rechts mindernde. Wählen Sie eine bestehende Barriere oder legen Sie eine neue an.

  3. 3

    Wirksamkeit angeben

    Hinterlegen Sie Art, Zuverlässigkeit und Prüfintervall; das steuert die Prüfplanung.

  4. 4

    Schwachstellen erkennen

    Pfade ohne Barriere werden hervorgehoben und sollten bearbeitet werden.

Ergebnis

Jeder Pfad hat mindestens eine benannte, verantwortete und geprüfte Barriere.

Häufige Stolpersteine

  • Dieselbe Barriere überall: Eine Barriere, die alles absichert, ist meist zu unspezifisch beschrieben.

Häufige Fragen

Wie viele Barrieren sind genug?
Es gibt keine feste Zahl. Entscheidend ist, dass kein Pfad an einer einzigen Barriere hängt und die Barrieren voneinander unabhängig sind.

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