Einzelne Gefährdung anlegen
Eine Gefährdung erfassen, beschreiben und einer Beurteilung zuordnen.
Eine Gefährdung ist die kleinste beurteilbare Einheit in elyph: eine Quelle möglicher Schädigung im Zusammenspiel mit einer Tätigkeit und einem Personenkreis. Mehrere Gefährdungen ergeben zusammen eine Gefährdungsbeurteilung.
Jede Gefährdung erhält eine eigene Business-ID und lässt sich dadurch in Maßnahmen, Bow-Tie-Analysen, Berichten und über die Schnittstelle eindeutig referenzieren.
Für wen
Alle, die an Beurteilungen mitarbeiten.
Voraussetzungen
Schreibrecht auf Gefährdungen
Was eine Gefährdung beschreibt
- Quelle — Was schädigen kann: Energie, Stoff, Bewegung, Belastung, Umgebungsbedingung.
- Ereignis — Was passieren kann, wenn der Schutz versagt — konkret formuliert.
- Betroffene — Welche Personen, in welcher Zahl und in welcher Rolle.
- Betriebszustand — Normalbetrieb, Anfahren, Störung, Instandhaltung, Reinigung.
- Folge — Plausibel schwerste Schädigung, die aus dem Ereignis entstehen kann.
Eine gute Formulierung enthält Quelle, Ereignis und Folge: „Absturz von der ungesicherten Bühne (2,4 m) bei Wartung — schwere Verletzung“ statt „Absturzgefahr“.
Der richtige Detailgrad
- Zu grob: „Maschine gefährlich“ — daraus lässt sich keine Barriere ableiten.
- Zu fein: dieselbe Gefährdung je Schraubverbindung — erzeugt Pflegeaufwand ohne Erkenntnis.
- Prüfen Sie: Lässt sich eine eigene Barriere zuordnen? Wenn nein, ist die Gefährdung zu fein zerlegt.
- Unterschiedliche Betriebszustände mit deutlich unterschiedlichem Risiko gehören getrennt erfasst.
Verknüpfungen einer Gefährdung
- Beurteilung — Jede Gefährdung gehört zu mindestens einer Gefährdungsbeurteilung.
- Barrieren — Vorkehrungen, die Ursache oder Folge verhindern oder begrenzen.
- Maßnahmen — Aufgaben, die fehlenden oder unzureichenden Schutz herstellen.
- Bow-Tie — Grafische Darstellung von Ursachen, Ereignis und Folgen mit ihren Barrieren.
- Katalogherkunft — Bei Übernahme aus dem Katalog bleibt der Bezug zur Quelle sichtbar.
Schritt für Schritt
- 1
Neu anlegen
Unter „Gefährdungen“ auf „Neu“ klicken oder direkt aus einer Beurteilung heraus starten.
- 2
Katalog zuerst prüfen
Suchen Sie zuerst im Katalog; nur wenn nichts passt, legen Sie eine eigene Gefährdung an.
- 3
Beschreiben
Nennen Sie Quelle, betroffene Personen und mögliche Schädigung in eigenen Worten.
- 4
Zuordnen
Ordnen Sie Standort, Tätigkeit und Beurteilung zu; erst dadurch wird die Gefährdung auswertbar.
Ergebnis
Die Gefährdung hat eine eigene Business-ID und erscheint in Liste, Beurteilung und Auswertung.
Häufige Stolpersteine
- Doppelte Einträge: Prüfen Sie vor dem Anlegen die Suche, sonst verzerrt sich die Statistik.
- Gefährdung mit Maßnahme verwechselt: Die Gefährdung beschreibt die Gefahr, nicht die Lösung.
Häufige Fragen
- Kann eine Gefährdung in mehreren Beurteilungen vorkommen?
- Ja. Sie wird verknüpft, nicht kopiert — die Bewertung kann je Kontext unterschiedlich ausfallen.
- Was passiert beim Löschen?
- Löschen ist nur möglich, solange keine freigegebene Beurteilung darauf verweist. Sonst wird die Gefährdung als „nicht mehr relevant“ mit Begründung beendet.