Zurück zum Hilfecenter

Gefährdungsbeurteilung

KI-Interview führen

Adaptive Befragung statt leerer Formulare — Gefährdungen strukturiert erheben.

Das KI-Interview ersetzt das leere Formular durch ein Gespräch. Es stellt nur Fragen, die für Ihren Gegenstand relevant sind, und leitet daraus Stammdaten, Gefährdungsvorschläge und erste Bewertungen ab.

Die Fragenlogik orientiert sich an DGUV Vorschrift 2 und den Handlungsfeldern der Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit.

Für wen

Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Führungskräfte vor Ort.

Voraussetzungen

Beurteilung mit gefülltem Kontext

Wie das Interview aufgebaut ist

  • Einstieg — Wenige Fragen zu Branche, Tätigkeit und Umgebung legen den Rahmen fest.
  • Verzweigung — Je nach Antwort entfallen ganze Fragenblöcke — wer keine Gefahrstoffe nennt, wird nicht danach gefragt.
  • Vertiefung — Bei Hinweisen auf besondere Risiken wird gezielt nachgefragt, etwa zu Absturz, Lärm oder psychischer Belastung.
  • Zusammenfassung — Am Ende sehen Sie alle abgeleiteten Angaben mit Quelle und können sie einzeln übernehmen oder verwerfen.

Gute Antworten geben

  • Konkret statt allgemein: „Reinigung mit Isopropanol, 30 Minuten je Schicht“ ist verwertbar, „Reinigungsarbeiten“ nicht.
  • Ausnahmen nennen: Störung, Wartung, Anfahren und Reinigung sind die typischen Unfallzustände.
  • Zahlen angeben: Personenzahl, Dauer, Häufigkeit und Höhe steuern die spätere Bewertung.
  • „Weiß ich nicht“ ist eine zulässige Antwort; sie erzeugt eine offene Klärung statt einer erfundenen Angabe.

Das Interview lässt sich jederzeit unterbrechen. Der Stand bleibt erhalten, und Sie können später an derselben Stelle weitermachen.

Was danach zu tun ist

  • Alle Vorschläge einzeln prüfen — Übernahme ist nie automatisch.
  • Vor Ort prüfen, ob die abgeleiteten Gefährdungen der Wirklichkeit entsprechen; eine Begehung ersetzt das Interview nicht.
  • Beschäftigte beteiligen: § 12 ArbSchG und die Mitbestimmung bleiben unberührt.

Schritt für Schritt

  1. 1

    Interview starten

    In der Beurteilung auf „KI-Interview“ klicken. Die Fragen richten sich nach Branche, Tätigkeit und bisherigen Angaben.

  2. 2

    Fragen beantworten

    Jede Frage nennt ihren Zweck. Antworten steuern die nächsten Fragen; nicht Zutreffendes wird übersprungen.

  3. 3

    Vorschläge sichten

    Am Ende schlägt elyph passende Gefährdungen aus dem Katalog samt Begründung vor.

  4. 4

    Auswahl übernehmen

    Übernehmen Sie zutreffende Gefährdungen; abgelehnte Vorschläge werden mit Begründung dokumentiert.

Ergebnis

Die Beurteilung enthält begründet ausgewählte Gefährdungen und einen nachvollziehbaren Erhebungsweg.

Häufige Stolpersteine

  • Interview allein am Schreibtisch: Die Begehung vor Ort bleibt Pflicht.
  • Alle Vorschläge übernehmen: Nicht Zutreffendes bläht die Beurteilung auf und verwässert das Risikoprofil.

Hintergrund

Der Fragebaum orientiert sich an der DGUV Vorschrift 2 und den Handlungshilfen der Unfallversicherungsträger.

Häufige Fragen

Ersetzt das Interview die Fachkraft für Arbeitssicherheit?
Nein. Es strukturiert Vorarbeit und macht Lücken sichtbar. Beurteilung und Freigabe bleiben bei den fachkundigen Personen.
Werden unsere Antworten zum Training verwendet?
Nein. Ihre Inhalte werden nicht zum Training von Modellen genutzt. Details stehen auf der Seite KI-Transparenz.

Verwandte Artikel