Branchenvergleich einordnen
Was der Vergleichswert aussagt und was nicht.
Der Branchenvergleich ordnet Ihre Werte in ein Band vergleichbarer Betriebe ein. Er beantwortet die Frage „Ist das viel?“, ohne einen Zielwert vorzugeben.
Für wen
Leitung und Fachkräfte.
Voraussetzungen
Gepflegtes Unternehmensprofil mit Branche und Größe
Grundlage der Vergleichswerte
- Aggregierte, anonymisierte Kennzahlen von Mandanten derselben Branchengruppe und Größenklasse.
- Ein Band erscheint erst ab einer Mindestzahl beteiligter Betriebe.
- Einzelne Unternehmen sind nicht identifizierbar; es werden keine Rohdaten übertragen.
- Die Teilnahme lässt sich in der Verwaltung deaktivieren — dann entfällt auch die Anzeige.
Deutung
- Über dem Band — Höheres Risiko oder gründlichere Erfassung. Beides ist möglich und zu prüfen.
- Im Band — Unauffällig — kein Grund, die eigene Beurteilung nicht weiter zu vertiefen.
- Unter dem Band — Häufig ein Zeichen unvollständiger Erfassung, besonders wenn zugleich wenige Gefährdungen erfasst sind.
Der Vergleich ist ein Prüfimpuls, kein Ziel. Ein guter Wert bei dünner Datenlage ist kein guter Wert.
Schritt für Schritt
- 1
Vergleichsgruppe prüfen
Die Gruppe ergibt sich aus Branche, Größenklasse und Land; sie steht am Widget.
- 2
Abstand lesen
Angezeigt wird der Abstand zum Median der Gruppe, nicht eine Rangliste.
- 3
Ursachen suchen
Ein günstiger Wert kann auch auf zu wenig erfasste Gefährdungen hindeuten.
Ergebnis
Sie können den Vergleich erklären, ohne ihn zu überinterpretieren.
Häufige Stolpersteine
- Vergleich als Ziel setzen: Maßstab ist die eigene Gefährdungslage, nicht der Durchschnitt.
Hintergrund
Vergleichswerte entstehen aus anonymisierten, aggregierten Daten; einzelne Mandanten sind nicht erkennbar.
Häufige Fragen
- Fließen unsere Daten in den Vergleich anderer ein?
- Nur in aggregierter, anonymisierter Form und nur, solange die Teilnahme aktiv ist. Inhalte einzelner Beurteilungen werden nie geteilt.