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Erste Schritte

Das Dashboard lesen

Welche Kennzahlen das Dashboard zeigt und wie Sie daraus Aufgaben ableiten.

Das Dashboard beantwortet zwei Fragen: Wo steht das Unternehmen beim Risiko, und was ist als Nächstes zu tun. Es zeigt deshalb keine nackten Zahlen, sondern Einordnungen mit Skala, Vergleich und Sprung in die zugehörige Liste.

Alle Werte beziehen sich auf freigegebene Stände. Entwürfe fließen nicht ein, damit die Lage nicht durch unfertige Arbeit verzerrt wird.

Für wen

Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und alle Beteiligten.

Voraussetzungen

Mindestens eine angelegte Gefährdungsbeurteilung

Die Bereiche des Dashboards

  • Risikoprofil — Brutto- und Nettorisiko als Marker auf einer Skala, dazu die Zahl der Beurteilungen, die den Wert erzeugen.
  • Offene Punkte — Überfällige Maßnahmen, fällige Barrierenprüfungen und wartende Freigaben, jeweils mit direktem Sprung.
  • Verlauf — Entwicklung von Brutto- und Nettorisiko über zwölf Monate; Abstand zwischen beiden Linien = Schutzwirkung.
  • Verteilung — Risiken nach Standort, Bereich oder Gefährdungsart — zeigt Schwerpunkte statt Durchschnitte.
  • Aktivität — Letzte Freigaben, Prüfungen und Änderungen mit Person und Zeit.

Wie die Kennzahlen berechnet werden

  • Bruttorisiko: höchste Bewertung aller Szenarien ohne Berücksichtigung wirksamer Barrieren.
  • Nettorisiko: dieselbe Bewertung nach Abzug der Barrieren, deren Wirksamkeit bestätigt ist.
  • Eine Barriere ohne bestätigte Prüfung senkt das Nettorisiko nicht.
  • Überfällig heißt: Fälligkeitsdatum überschritten und kein Abschluss erfasst.
  • Der Zeitraumfilter oben rechts gilt für alle Kacheln gleichzeitig.

Jede Kennzahl hat ein Erklärsymbol. Es nennt Formel, Datenquelle und Stichtag — die Herleitung soll nachvollziehbar sein, nicht geglaubt werden.

Vom Dashboard zur Arbeit

Das Dashboard ist Ausgangspunkt, nicht Bericht. Sinnvolle Reihenfolge im Alltag:

  • Überfällige Punkte zuerst — sie sind ein Rechtsrisiko, kein Rückstand.
  • Danach das größte Nettorisiko: hier ist der Schutz am dünnsten.
  • Zuletzt Beurteilungen mit anstehender Wiedervorlage prüfen.

Schritt für Schritt

  1. 1

    Risikoprofil ansehen

    Das Risikoprofil zeigt Brutto- und Nettorisiko auf einer Skala mit Einordnung statt nackter Zahlen.

  2. 2

    Offene Punkte prüfen

    Die Kacheln zeigen überfällige Maßnahmen, anstehende Prüfungen und wartende Freigaben mit direktem Sprung in die Liste.

  3. 3

    Verlauf bewerten

    Die Grafiken zeigen die Entwicklung über die Zeit. Ein steigendes Nettorisiko ist ein Signal für nicht wirksame Maßnahmen.

  4. 4

    Arbeitsvorrat öffnen

    Über „Arbeitsvorrat“ sehen Sie alle Aufgaben, die Ihnen persönlich zugewiesen sind.

Ergebnis

Sie wissen, wo Ihr Unternehmen risikoseitig steht und welche drei Dinge als Nächstes anstehen.

Häufige Stolpersteine

  • Leeres Dashboard: Es fehlen freigegebene Beurteilungen; Entwürfe zählen nicht in die Kennzahlen.
  • Werte wirken zu niedrig: Prüfen Sie, ob alle Standorte im Mandanten angelegt sind.

Häufige Fragen

Warum ändert sich das Nettorisiko nicht, obwohl Maßnahmen erledigt sind?
Eine erledigte Maßnahme senkt das Risiko erst, wenn die zugehörige Barriere geprüft und ihre Wirksamkeit bestätigt wurde.
Sehen alle Personen dieselben Zahlen?
Nein. Das Dashboard zeigt nur Standorte und Bereiche, für die Sie berechtigt sind. Unterschiedliche Zahlen zwischen Kolleginnen sind meist unterschiedliche Berechtigungen.

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